Solingen punktet in Digitalisierungs-Rankings

Pressemitteilung

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Die Klingenstadt belegt in zwei Studien die vorderen Ränge

Fast zeitgleich sind jetzt zwei Studien erschienen, die untersuchen, wie gut die deutschen Städte in Sachen Digitalisierung aufgestellt sind. Der Branchenverband BitKom der Informations- und Telekommunikationsbranche gibt den Smart-City-Index heraus, die Unternehmensberatung Haselhorst in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt das „Smart-City-Ranking". Dabei schneidet Solingen mal gut, mal sehr gut ab. Darauf weisen Oberbürgermeister Tim Kurzbach und die Stabsstelle solingen.digital der Klingenstadt hin.

Haselhorst Associates bescheinigt der Klingenstadt Solingen erneut, zu den Top Ten der digitalen Städte in Deutschland zu gehören. Im Bereich "Digitale Wirtschaft & Handel" landet die Klingenstadt auf dem ersten Platz, im Bereich „Bildung" auf Platz 5. Auch im Ranking des Branchenverbandes Bitkom gehört Klingenstadt zu den Aufsteigern. Dort zählt Solingen zu den fünf besten Städten in Deutschland im Themenfeld „Energie und Umwelt".

Seit einigen Jahren erhält die Digitalisierung der Städte eine besonders große Aufmerksamkeit. Zahlreiche Studien und Rankings untersuchen den Fortschritt, auch unter deutschen Städten. Nun sind unabhängig voneinander zwei Rankings erschienen, die der Klingenstadt erneut einen Spitzenplatz beziehungsweise weitere Fortschritte bescheinigen. Oberbürgermeister Tim Kurzbach freut sich über das das gute Abschneiden: „Wir investieren konsequent in Solingens digitale Zukunft, trotz dauerhaft angespannter Haushaltslage und drückender Altschulden. Es geht darum, den Blick für die richtigen Prioritäten zu haben und diese dann auch zu setzen."

 

Haselhorst Associates - die Studie
Die Münchener Unternehmensberatung Haselhorst Associates listet bereits seit 2018 alljährlich die größten Städte Deutschlands ab 30.000 Einwohnern anhand ihres Digitalisierungsgrades. In diesem Jahr umfasst das Ranking die 403 größten Städte Deutschlands. Die Studie gilt als die umfangreichste ihrer Art in Deutschland.
Metropolen wie München, Hamburg und Köln schlagen Mittel- und Kleinstädte, der Fortschritt ist aber längst keine Frage der Größe mehr. Unter den übrigen Top-10-Städten ist einiges in Bewegung. Umso mehr freut sich die Klingenstadt, in diesem Jahr erneut einen Spitzenplatz zu erreichen.

Haselhorst Associates - die Ergebnisse im Detail
Für die aktuelle Erhebung hat Haselhorst Associates erstmals zwei weitere Themen ausgewertet: "Digitaler Tourismus" und "Digitale Wirtschaft & Handel". Diese ergänzen die acht bestehenden Kategorien (Strategie und Umsetzung, Digitale Infrastruktur, Digitale Mobilität, Digitale Energie & Umwelt, Digitale Gebäude & Quartiere, Digitale Gesundheit, Digitale Bildung und Digitale Verwaltung).
Die Ergebnisse zeigen, dass die Klingenstadt die richtigen Schwerpunkte setzt. Die Themen Bildung und Wirtschaft seien grundlegend für die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Erst im vergangenen September hat die Stadt 3.500 iPads an bedürftige Schülerinnen und Schülern verteilt; insgesamt flossen und fließen rund 16 Millionen Euro in die digitale Infrastruktur der Schulen. Fördertöpfe wie der Digitalpakt oder „Gute Schule" werden voll ausgeschöpft. Der gute Platz 5 im Ranking im Bereich Bildung sei daher auch Anerkennung für das Engagement der Stadt und die Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaft im Bereich Bildung. Erst im Mai wurde die Grundschule Bogenstraße durch den Branchenverband Bitkom als digitale Vorreiterschule - eine so genannte Smart School - ausgezeichnet.

Gleiches gilt für das Themenfeld "Digitale Wirtschaft & Handel". Die Ergebnisse seien Rückenwind für das Engagement von Wirtschaftsförderung, Gründer- und Technologiezentrum sowie zahlreichen Unternehmen, die sich zum Beispiel in der Initiative #UMDENKEN engagieren oder den Solinger Stiftungslehrstuhl an der Bergischen Universität Wuppertal ermöglichen. Auch als Standort für Start-Ups habe habe sich die Stadt mit mehreren Coworking Spaces oder Formaten wie dem Berg-Pitch etabliert.

Die Studie betont die Notwendigkeit, Möglichkeiten der Information und der Kommunikation zu schaffen, insbesondere im Krisenfall. Mit dem Open SmartCity Hub als zentrale Plattform arbeitet die Klingenstadt genau an solchen Systemen, um die Nutzung von unterschiedlichen Daten über verschiedene Kanäle zu ermöglichen. So soll in Zukunft zum Beispiel über die „Mensch, Solingen-App" und die Informationsstelen im Stadtgebiet über Unwetterereignisse wie Starkregen oder Hitze gewarnt werden. Grundlage bildet unter anderem Sensorik der Technischen Betriebe Solingen, die im Rahmen des Smart City Modellprojektes ausgebaut wird.

Bitkom - das Ranking
Der Smart City Index des Branchenverbandes Bitkom greift verschiedene Trends bei der Digitalisierung in deutschen Großstädten auf. Analysiert und bewertet wurden alle 81 Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern in den fünf Themenbereichen Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft. Die fünf Bereiche fächern sich in 36 Indikatoren auf - von Online-Bürger-Services über Sharing-Angebote für Mobilität und intelligente Mülltonnen bis zur Breitbandverfügbarkeit.
Solingen gehört als einzige bergische Großstadt zu den Städten, die eine Top-10-Platzierung in einzelnen Themenbereichen erreichen konnte. Insgesamt verbesserte sich die Klingenstadt im Vergleich zum Vorjahr um 6 Plätze und kommt nun auf Position 35.

In der Studie baut die Stadt Hamburg ihren Vorsprung aus und erreicht nun in vier von fünf Themen Spitzenpositionen. Gleichzeitig zeugt der Index von einer hohen Dynamik, zahlreiche Städte wechseln ihre Position. In der Studie heißt es: „Erfolgsfaktoren für eine Smart City sind ein engagiertes Rathaus, eine Digitalstrategie, klare Strukturen, ein gut geknüpftes lokales Netzwerk und die Teilhabe der Bevölkerung. Noch wichtiger als solide Finanzen sind der Willen in der Politik und der Verwaltung und die Fähigkeit, in der gesamten Stadt Begeisterung für die Digitalisierung auszulösen."

Bitkom - die Ergebnisse im Detail
Die Detailanalyse macht Stärken einzelner Städte sichtbar, auch für Solingen. Im Themenfeld Energie und Umwelt gehört Solingen zu den fünf besten Städten in Deutschland, insbesondere die Intelligente Straßenbeleuchtung und der steigende Anteil von emissionsarme Bussen - den BOBs - wird gelobt. Gleiches gilt für den Lokalen Handel - Stichwort solingen-liefert.de.
Das Ranking zeigt auch, dass die Klingenstadt mit der Förderung des Bundes als Modellprojekt Smart Cities die richtigen Schwerpunkte gewählt hat: Der Ausbau des öffentlichen WLANs in der Innenstadt, die entwickelten Ansätze zum Parken oder der Aufbau einer übergreifenden Datenplattform, auf die auch die „Mensch, Solingen-App" zugreift, sind Beispiele für Maßnahmen, die sich schon jetzt positiv auf das Ranking auswirken.

Zum Themenbereich Verwaltung wirkt sich der spätere Start des Serviceportals negativ auf das Ranking aus. Noch in diesem Jahr wird es allerdings möglich sein, erste Services komplett von zu Hause aus zu erledigen. Dies sei auch Verpflichtung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern - und ein Schritt, um sich hier im nächsten Ranking zu verbessern.

Viele Engagierte, viele Projekte
Rankings wie nun das der Unternehmensberatung Haselhorst Associates und des Branchenverbandes Bitkom seien Rückenwind für die Solinger Aktivitäten, so Oberbürgermeister Tim Kurzbach: „Eine erfolgreiche Digitalisierung braucht ein engagiertes Team - Technische Betriebe, Stadtwerke, Wirtschaftsförderung, die Verwaltung und zahlreiche Unternehmen der Solinger Wirtschaft ziehen an einem Strang." Dies wirke sich auch auf das Ranking aus.

Gleichzeitig gilt es, nicht nur das lokale Netzwerk zu nutzen, sondern auch Partnerschaften mit anderen Städten aufzubauen. Besonders freut sich Oberbürgermeister Tim Kurzbach, dass sich nun auch Dortmund und Mönchengladbach an der durch die Klingenstadt initiierten Partnerschaft zur gemeinsamen Weiterentwicklung der kommunalen Apps beteiligen und weitere Kommunen bereits in den Startlöchern stehen. Vom Branchenverband Bitkom wünscht er sich, dass solche Partnerschaften stärker berücksichtigt werden, um das Engagement der Kommunen für eine höhere Digitale Souveränität zu würdigen.