Runder Tisch gegen häusliche Gewalt tagt digital

Pressemitteilung

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Anzahl der Einsätze lag gleichbleibend hoch bei 400 pro Jahr

Im Rahmen der Aktionswoche „Nein! Zu Gewalt gegen Frauen!" fand nun das „moderierte Plenum" des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt statt. Das Plenum wurde in digitaler Form angeboten, da eine Präsenzveranstaltung aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht möglich war.
Zahlreiche Teilnehmer*innen von verschiedenen Institutionen (z.B. Frauenhaus, Beratungsstellen), Polizei und Verwaltung tauschten sich rege zu den Aktionen des Rundes Tisches gegen häusliche Gewalt aus, die in diesem Jahr stattgefunden haben, wie zum Beispiel WenDo-Kurse oder ein Workshop zum Thema „Kinder und häusliche Gewalt".

Vertreter*innen der Polizei in Solingen und der Dienststelle Opferschutz berichteten von ihren Einsätzen bei häuslicher Gewalt. Die Anzahl der Einsätze lag in den vergangenen Jahren in etwa gleichbleibend hoch bei durchschnittlich 400 Einsätzen in Solingen pro Jahr, wobei in der Mehrzahl Frauen von häuslicher Gewalt betroffen waren. Es fand ein reger Austausch zur weiteren Verbesserung der Zusammenarbeit und Hilfemöglichkeiten für Menschen, die Opfer von häuslicher Gewalt werden, statt. Geplant wurden ebenfalls weitere Aktionen für das nächste Jahr.

Die Sprecherinnen des Runden Tisches Martina Zsack-Möllmann (Frauenhaus Solingen) und Andrea Lafos (Frauenberatungsstelle Solingen) sowie alle Beteiligten betonten die Wichtigkeit des Austausches und dass das Netzwerken in Solingen gut funktioniere. Dies hilft wiederum den Opfern. Betont wurden auch die vielen weiteren Aktionen in der laufenden Aktionswoche gegen Gewalt.
Durch das Programm führte die Moderatorin Petra Welz (Geld & Rosen).