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Pressemitteilung - Archiv

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Fairtrade-Town Solingen verteilt fair gehandelte Orangen an Kitas, Schulen und Altenzentren

In Nikolaus-Stiefeln machen sich fair gehandelte Apfelsinen besonders gut. Auch deshalb beteiligt sich die zertifizierte Fairtrade-Town Solingen in diesem Advent an der Orangen-Aktion "Süß statt bitter", die erstmals auch hier stattfindet. Nachdem Oberbürgermeister Tim Kurzbach eine Großbestellung aufgegeben hatte, werden jetzt 36 Kisten zusammen mit Infomaterial an städtische Einrichtungen geliefert. Die Nachfrage bei den Bürger:innen war groß: Insgesamt kommen 280 Kisten mit jeweils 56 öko-fairen Orangen aus der süditalienischen Region Kalabrien in die Klingenstadt. Sie stammen von der Initiative SOS Rosarno, die sich gegen die Ausbeutung von zumeist migrantischen Arbeiter:innen auf den Orangenplantagen vor Ort stark macht. Die Stadt kooperiert dabei mit den Weltläden in Rupelrath und Wald sowie der Evangelischen Bildungsstätte Hackhauser Hof, welche die Aktion zusammen mit der evangelischen Kirche nach Solingen gebracht haben.

Oberbürgermeister Kurzbach lässt die von ihm bestellten über 2000 fairen Navel-Orangen aus Rosarno nun in den städtischen Kantinen, bei den TBS, in Schulen, den städtischen Altenzentren und Kitas verteilen. "Mit den Apfelsinen und den Flyern wollen wir gerade zur Adventszeit auf die Probleme beim konventionellen Anbau aufmerksam machen", so Kurzbach. „Das passt hervorragend zu unserer Arbeit", lobt Jutta Heun-Maas, Leiterin der "Hoppetosse", die Initiative. Wie alle 18 städtischen Kitas ist auch die Hoppetosse als „FaireKITA“ zertifiziert und arbeitet intensiv zum Thema „Fairer Handel“. "Mit der Aktion möchten die Kitas den Kindern und deren Familien verdeutlichen, warum das Thema wichtig ist und wie jeder einzelne den fairen Handel unterstützen kann", ergänzt Sofia Thives-Kurenbach, städtische Koordinatorin kommunaler Entwicklungspolitik.

In Süditalien beispielsweise würden Orangen häufig für einen Preis verkauft, der kaum die Kosten für das Pflücken abdeckt. Der Verein SOS Rosarno in Kalabrien hingegen stellt den direkten Kontakt zwischen Bauern, Arbeiter:innen sowie Einkaufsgemeinschaften her. Indem die Zwischenstufen des Handels ausgeschaltet werden, kann ein fairer Preis erzielt werden, der bei den Menschen auf den Plantagen ankommt. Außerdem setzt SOS Rosarno zahlreiche Projekte zur Unterstützung der Migrant:innen vor Ort um.

Wer mehr über die Orangen-Aktion wissen und sich für eine Wiederholung im kommenden Jahr einsetzen möchte, kann sich den 9. Februar 2022 vormerken für ein Online-Meeting der städtischen und kirchlichen Kooperationspartner:innen. Den Zoom-Link gibt's nach der Anmeldung unter faireorangen@evangelische-kirche-solingen.de. Ansprechpartnerin für die Aktion in Solingen und im Bergischen Land ist Christine Reinert-Bohne (Weltladen Rupelrath) unter Tel. 0151 / 7006 4005 oder per Mail an christine.reinert-bohne@ekir.de