Ukraine: Solingen liefert Medikamente und Lebensmittel

Pressemitteilung

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Die Feuerwehr bringt die Hilfsgüter nach Chelm in Ostpolen, von wo sie ins umkämpfte Nahbarland gehen.

Seit mehr als 100 Tagen dauert der Krieg in der Ukraine nun schon an. Zwar hat der Zustrom von Flüchtlingen nach Solingen derzeit nachgelassen - aber die Not in dem von Russland überfallenen und umkämpften Land hält unvermindert an. Auch die Stadt Solingen und ihre Tochterunternehmen wollen den Menschen in der Ukraine helfen. Deshalb ist ein Hilfstransport organisiert worden, der am kommenden Montag, 13. Juni, früh morgens in Richtung Osten aufbricht.

Ziel des Transportes wird die ostpolnische Stadt Chelm sein, mit der Solingen über den internationalen Städteverbund EuroTowns Verbindungen pflegt. Von Chelm aus werden die Hilfsgüter - insgesamt 24 Euro-Paletten - dann weiter in die Ukraine gebracht. Ein Teil ist für die ukrainische Partnerstadt Luzk (etwa 160 Kilometer von Chelm entfernt) bestimmt. Der andere Teil soll an die Front geliefert werden. Chelm liegt an der ostpolnischen Grenze zur Ukraine und ist in den ersten Kriegswochen Ziel vieler Flüchtlinge gewesen.

Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach hatte dem Stadtpräsidenten von Chelm, Jakub Banaszek, im Frühjahr in einem persönlichen Brief Hilfe aus der Klingenstadt angeboten. Dieses Angebot wurde in Polen mit großem Dank angenommen. Vor allem an Lebensmitteln und Medikamenten fehle es  - sowohl für Menschen in Flüchtlingsunterkünften als auch für die Versorgung von Soldatinnen und Soldaten an der Front - meldete die Stadt Chelm.

Dem städtischen Flüchtlingskoordinator Hartmut Hoferichter gelang es in den vergangenen Wochen, in Kooperation mit dem Klinikum Solingen, den Stadtwerken Solingen (SWS) sowie der Stadt-Sparkasse als Spendern einen Transport mit benötigtem Material zusammenzustellen, zu dem die Feuerwehr nun am kommenden Montag in Richtung Polen aufbricht.

Vor der Abfahrt besuchen Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Flüchtlingskoordinator Hartmut Hoferichter an diesem Freitag, 10. Juni, die Feuerwache III in Wald, wo der Lkw mit seinem Anhänger beladen wird. Auch Dr. Martin Eversmeyer, Geschäftsführer des Klinikums Solingen, Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse Solingen, und Daniel Banzhaf, Prokurist der Stadtwerke Solingen (SWS) sind vor Ort, um vor der Abfahrt mit dem Feuerwehr-Team zu sprechen.