Amerikanische Faulbrut

Allgemeinverfügung 22.02.2019.
Von dem Standort in Wuppertal ausgehend, wurde ein Gebiet mit ca. 2 Kilometer Radius unter Orientierung an den örtlichen Gegebenheiten ausgewiesen.
Dieses Gebiet umfasst ausschließlich Wuppertaler Stadtgebiet und erstreckt sich südlich der Straßen Einern und Mollenkotten, westlich der Schmiedestraße, der Wittener Straße und der Nächstebrecker Straße, nördlich der Dahier Straße (B7), des Höfen (B7), der Berliner Straße (B7) sowie östlich der Bachstraße, der Westkotter Straße und der Märkischen Straße.

Allgemeinverfügung vom 07.09.2020.
Die Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Amerikanische Faulbrut der Bienen im Gebiet der Städte Remscheid und Wuppertal vom 04.04.2019 wird zum 07.09.2020 aufgehoben.

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die für den Menschen zwar völlig ungefährlich ist, sich aber schnell von Bienenvolk zu Bienenvolk verbreiten und dabei Tierverluste zur Folge haben kann. Dies passiert insbesondere dann, wenn starke, gesunde Bienen bei geschwächten und kranken Bienenvölkern einfallen und deren infizierten Honig rauben. Bei diesem Vorgehen kommt es dazu, dass die Bienen die krank-machenden Bakterien-Sporen in ihren eigenen Bienenstock einschleppen. In seiner Sporenform kann der Erreger in der Umwelt über eine lange Zeit überleben. Zudem kann es zu einer Übertragung durch Personen oder infizierte Gerätschaften kommen. Befallen wird ausschließlich die Bienenbrut, die sich in einer mit einem Wachsdeckel verschlossenen Brutzelle befindet.

Sowohl in Untersuchungsgebieten als auch in Sperrbezirken ist zu beachten, dass alle Bienenstandorte unverzüglich beim zuständigen Veterinäramt anzumelden sind. Anzeichen an der Bienenbrut, die auf eine Infektion mit der Amerikanischen Faulbrut der Bienen hindeuten könnten, sind ebenfalls unverzüglich anzuzeigen.
In Faulbrut-Sperrbezirken gilt zusätzlich, dass keine Bienenvölker oder benutztes Material aus den Bienenständen heraus gebracht werden dürfen. Darüber hinaus dürfen auch keine zusätzlichen Bienenvölker in einen Faulbrut-Sperrbezirk verbracht und dort aufgestellt werden.
Die Anordnung der amtlichen Untersuchung mittels Futterkranzanalytik für alle Bienenvölker und Bienenstämme in Sperrbezirken und Untersuchungsgebieten dient dazu, weitere Infektionen mit der Amerikanischen Faulbrut möglichst schnell zu erkennen und eine weitere Ausbreitung des Erregers einzudämmen.
Im Zuge dieser Untersuchungen als infiziert erkannte Bienenvölker müssen entgegen der Befürchtungen vieler Imker*innen nicht zwingend getötet werden. Es gibt auch die Möglichkeit, die Bienenvölker mit dem sog. „Kunstschwarmverfahren" zu behandeln. Wenn die Rahmenbedingungen dies erlauben, wird einer Sanierung und damit dem Erhalt der Bienenvölker, grundsätzlich der Vorzug gewährt.

Im Übrigen ist die Anmeldung von Bienenvölkern gemäß Bienenseuchenverordnung auch in Gebieten, in denen keine aktuellen Faulbrut-Infektionen bekannt sind, bereits vorgeschrieben. Die Anzeige der Tierhaltung hat unter Angabe von Namen, Anschrift und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt voraussichtlich gehaltenen Völker und deren Standort zu erfolgen.
Zuständige Behörde für Tierhaltungen in den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal ist das Bergische Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt, Dorper Str. 26, 42651 Solingen. Die Anmeldung ist schriftlich vorzunehmen per Post, per Fax an 0212 - 290 2594 oder per E-Mail an veterinaeramt@solingen.de. Weitere Informationen und Formulare für die Anmeldung sind auch unter https://www.solingen.de/de/dienstleistungen/39-nutztiere-haltung zu finden.

Zusätzlich ist jede Bienenhaltung bei der Tierseuchenkasse (Landwirtschaftskammer NRW, Tierseuchenkasse, Nevinghoff 6, 48147 Münster) anzumelden. Auf der Homepage der Landwirtschaftskammer NRW (http://www.landwirtschaftskammer.de) sind weitere Informationen zur Tierseuchenkasse sowie die aktuellen Meldebögen verfügbar.

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