Fairtrade-Town

Solingen bleibt Stadt des Fairen Handels

Video im Vollbild ansehen

Die Stadt Solingen wurde im September 2020 erneut mit dem Zertifikat „Fairtrade-Town" ausgezeichnet. Der begehrte Titel des Vereins TransFair e.V. gilt für zwei weitere Jahre. Erstmals hatte sich die Klingenstadt 2018 beworben und erfüllt die Kriterien jetzt erneut. Als Faire Stadt setzt Solingen zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern stadtweit Projekte und Kampagnen zum Fairen Handel um. Menschen aus vielen Bereichen machen mit, sie kommen aus Wirtschaft und Gastronomie, Politik, Vereinen oder religiösen Gemeinden. Auch Schulen und Kitas bauen ihr Engagement zunehmend aus: Zwei "Fairtrade-Schools" und 17 städtische „FaireKITAs“ sind schon zertiziert und weitere sind auf dem Weg, um den guten Beispielen zu folgen. Nachhaltige Produkte kommen auch in der Stadtverwaltung zum Einsatz, beispielsweise beim täglichen Catering, bei Sitzungen von Ausschüssen und Rat oder bei Veranstaltungen. Grundlage für das breite Engagement ist die gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern erarbeitete Nachhaltigkeitsstrategie, die in Verbindung mit Beschlüssen des Stadtrats als "roter Faden" für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt dient.

Städte sind wichtige Partner für Handelsgerechtigkeit!

Die „Fairtrade-Towns“ setzen sich dafür ein, dass auch die Menschen in Produktionsländern des Globalen Südens gerechtere Arbeits- und Lebensbedingungen erhalten. An der internationalen Kampagne beteiligen sich über 2.200 Kommunen in mehr als 36 Ländern. Alleine in Deutschland machen zurzeit 670 Städte und Gemeinden mit. Und die Verbraucherinnen und Verbraucher sind sich zunehmend ihrer Verantwortung bewusst: Im Geschäftsjahr 2019 gaben sie in Deutschland rund 1,85 Milliarden Euro für Produkte aus Fairem Handel aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 9 %. Innerhalb der letzten sieben Jahre hat sich der Umsatz im Fairen Handel fast verdreifacht (Quelle: Forum Fairer Handel e.V., Berlin). Der Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise kann aber nur gelingen, wenn wir alle unsere Konsumgewohnheiten und Produktionen umstellen. Bei Einkaufsentscheidungen gilt stets, neben sozialen Dimensionen auch regionale und ökologische Aspekte zu beachten.

Was bedeutet Fairer Handel im Einzelnen?

Soziale Kriterien: Stärkung von Kleinbauern, Kleinbäuerinnen, Arbeitern und Arbeiterinnen
  • Zusammenschluss von Kleinbauern zu Organisationen
  • Beseitigung von Zwangs- und Kinderarbeit
  • Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf
  • Menschenwürdige Arbeitszeiten
  • Lohnfortzahlung bei Krankheit
  • Möglichkeiten zur Weiterbildung
Ökologische Aspekte: Festgelegte Umweltstandards
  • Reduzierung von Chemikalien
  • Geregeltes Abfallmanagement
  • Schutz der Bodenfruchbarkeit
  • Schutz von Wasserressourcen
  • Verbot gentechnischer Veränderungen
  • Erhalt der Biodiversität
Ökonomie: Anforderungen an Händler und Hersteller
  • Mindestpreise und Prämien
  • Nachweis über Waren- und Geldflüsse
  • Richtlinien zur Verwendung von Siegeln
  • Transparente Handelsbeziehungen
  • Vorfinanzierung

Woran erkennt man fair gehandelte Produkte?

Unterschiedliche Siegel und Zertifikate berücksichtigen neben sozialen auch ökologische Aspekte. Besonders bekannt ist das Fairtrade-Siegel, bei dem die Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern im Mittelpunkt stehen. Als Verbraucherin und Verbraucher können Sie beim Einkaufen auf Produkte mit Siegeln und Zertifikaten achten. Machen Sie mit!

Downloads

Kontakt