Förderprojekte (EFRE)

Die Stadt Solingen hat im „Förderprogramm Grüne Infrastruktur" zwei Projekte beantragt und bewilligt bekommen. Ziel des Förderprogramms ist die Sicherung, Entwicklung, Schaffung und Verbindung von Grün- und Freiräumen. Das Förderprogramm läuft im Rahmen des REACT-EU Programms der EU. Mit REACT-EU hat die Europäische Union eine Aufbauhilfe aufgelegt, mit der die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Covid19-Pandemie in Europa abgefedert werden sollen. REACT-EU steht für "Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe" (Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas).

Gerade in Zeiten der Covid-19-Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig saubere Luft, Freiflächen zur Kaltluftentstehung oder der Zugang zu Naherholungsflächen für die Lebensqualität der in Nordrhein-Westfalen lebenden Bevölkerung sind. Der Aufenthalt im „Grünen" ist eine natürliche Art von Gesundheitsschutz. In einem einwohnerstarken Ballungsraum macht sich dies besonders bemerkbar: Naturhighlights, aber auch die Grün- und Freiräume im Wohn- und Arbeitsumfeld, werden verstärkt aufgesucht. Durch die hohe Nachfrage steigt der Druck auf Grün-, Frei- und Landschaftsräume enorm und hinterlässt auch Spuren und geht mit Störungen einher.

Das ist auch in Solingen der Fall. Der Stadtdienst Natur und Umwelt hat daher zwei Projekte beantragt und bewilligt bekommen. Dabei handelt es sich um eine 100% Förderung für die Stadt Solingen.

Besucherlenkung in der Ohligser Heide

Die Ohligser Heide ist das bekannteste Naturschutzgebiet in Solingen und gleichzeitig für Viele das beliebteste Naherholungsgebiet. Die tägliche Feierabend-Runde mit oder ohne Hund führt nicht selten in die Ohligser Heide. Im Naturschutzgebiet gelten bestimmte Regeln, wie z.B. auf den Wegen zu bleiben und den Hund an der Leine zu führen. Diese Regeln stehen an allen Eingängen ins Gebiet auf Infoschildern und dennoch zeigen Trampelpfade und andere Nutzungsspuren deutlich, dass die Regeln nicht beherzigt oder verinnerlicht sind.

Im Fokus des Förderprojektes steht die Entwicklung eines Kommunikationskonzeptes zur Verbesserung der Besucherlenkung. Hierzu werden in verschiedenen Workshops unter professioneller Federführung des Kommunikationsbüros Haupt- und Nebenwege Ziele, Maßnahmen und Methoden entwickelt. Zu den Akteuren gehören neben der Unteren Naturschutzbehörde, die städtischen Förster sowie die Biologische Station Mittlere Wupper. Darauf aufbauend sind bauliche Maßnahmen geplant.

Fördersumme: 100.000€

Too hot to handle

Quartiere in denen es die klare Tendenz zur Überhitzung gibt, stehen im Fokus des Projektes. Diese sind im Rahmen des Baumkonzeptes Solingen identifiziert worden. Grünvolumen trägt zur Kühlung der Umgebung bei und leistet in diesen Quartieren einen wesentlichen Beitrag zur Klimaanpassung. Im Projekt wird der Straßenbaumbestand auf drei Arten gestärkt:

1. Verbesserung bestehender Baumstandorte (Anbringen von Schutzbügeln, Baumstandorte entsiegeln, u.ä.) (Umsetzung 2022)

2. Bepflanzung leerer Baumstandorte (98 Bäume im Herbst/Winter 2022)

3. Erstbepflanzung baumloser Straßen (27 Bäume in 2023)

Alle Privatgärten zusammen ergeben eine größere Fläche als die Naturschutzgebiete. Daher ist im Projekt die Beratung von privaten Gartenbesitzern ein weiterer Baustein. Wie kann der eigene Vorgarten naturnahe gestaltet werden? Welche Pflanzen sind insektenfreundlich? Die Beratung erfolgt im Rahmen der Umgestaltung von Schottergärten oder versiegelten Flächen.

Die Bedeutung von Gewässerrandstreifen, Retentionsflächen ist nach dem Juli-Hochwasser 2021 klarer als je zuvor. Die Stadt Solingen versucht durch gezielten Flächenankauf hier neue Flächenpotentiale zu erschließen.

Fördersumme: 405.000€

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